Die traurige Bilanz der NSU-Serie ist bekannt: zehn Morde, zwei Bombenanschläge mit vielen Verletzten, etliche Banküberfälle. Doch um die terroristischen Verbrechen zu verstehen, müssen wir wissen, wie der NSU überhaupt entstehen konnte – und wie sich seine Mitglieder Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zu radikalen Rechtsextremisten entwickeln konnten. In diesem Kapitel sehen wir uns daher an, wie die drei in ihrer Heimatstadt Jena aufwuchsen und wie sie in Kontakt mit der Neonazi-Szene kamen.

Das müssen wir über Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt wissen

Einer der Plattenbauten in Jena-Winzerla

Die Mitglieder des NSU wuchsen in Jena auf – einer Stadt in Thüringen, die heute rund 108.000 EinwohnerInnen zählt. Als Sitz des Optik-Unternehmens Carl Zeiss und der Friedrich-Schiller-Universität hat die Stadt zweifellos auch überregionale Bedeutung und Tradition. Mit einer Arbeitslosigkeit von rund 6% liegt die Quote zum Teil weit unter der Quote anderer ostdeutscher Städte. Aber es gibt auch sogenannte Problemviertel –Gegenden, in denen die Arbeitslosigkeit höher ist und wo sich viele Menschen abgehängt oder gar ausgegrenzt fühlen. Wie in vielen anderen ostdeutschen Mittel- und Großstädten war die Wiedervereinigung im Jahr 1990 ein einschneidendes Erlebnis.

Nach Jahrzehnten der politischen Bevormundung und der wirtschaftlichen Ausbeutung durch das SED-Regime verloren viele Menschen den Anschluss an eine sich wandelnde und globalisierende Welt. Einige von ihnen radikalisierten sich und begannen direkt und indirekt den neuen Staat abzulehnen, der ihnen subjektiv betrachtet keine Perspektive und Aufstiegschancen bot. Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt kamen aus diesem Umfeld und lernten praktisch nur dieses kennen. Sie schlugen einen Weg ein, der sie schließlich in die Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund trieb.

* 2. Januar 1975

© BundeskriminalamtBeate Zschäpe wurde am 2. Januar 1975 in einfachen Verhältnissen in Jena geboren. Ein „Oma-Kind“ nannte sie sich, weil sie lieber bei ihrer Großmutter war als bei ihrer alkoholkranken Mutter. Ihren Vater hat Zschäpe nie kennengelernt. Nach der Schule begann sie im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme eine Tätigkeit als Malergehilfin, ehe sie 1992 eine Lehre als Gärtnerin einschlug. 1989 oder 1990 lernte sie Uwe Mundlos kennen, begann eine Beziehung mit ihm und rutschte dadurch in die rechtsextreme Szene ab. Einige der Menschen, die sie aus der Jugendzeit kennen, beschreiben Zschäpe als aggressiv.

Später lernten die beiden Uwe Böhnhardt kennen und formten mit weiteren bekannten Rechtsextremen der Stadt, unter ihnen Ralf Wohlleben, die „Kameradschaft Jena“. Zschäpe beteiligte sich an bundesweiten Aufmärschen diverser Neonazi-Gruppen und radikalisierte sich zunehmend. Nach einer Dursuchungsaktion der Polizei tauchte das Trio am 26. Januar 1998 in den Untergrund ab und bereite die Mord- und Anschlagsserie vor, die Deutschland jahrelang erschütterte. Als Hauptangeklagte im NSU-Prozess wurde sie am 11. Juli 2018 vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt.

*11. August 1973, †4. November 2011

© Bundeskriminalamt

Uwe Mundlos wurde am 11. August 1973 in gehobenen bürgerlichen Verhältnissen in Jena geboren. Sein Vater war Professor für Informatik an der Fachhochschule Jena, seine Mutter arbeitete als Kassiererin im Supermarkt. Mundlos kümmerte sich oft und liebevoll um seinen Bruder, der wegen Kinderlähmung an den Rollstuhl gefesselt ist. Trotz guter Schulnoten verließ Mundlos nach der zehnten Klasse die Schule und begann eine Lehre als Datenverarbeitungskaufmann bei Carl Zeiss. Ebenso wie Zschäpe und Böhnhardt radikalisierte sich Mundlos durch den Kontakt mit weiteren Neonazis im berüchtigten Jugendtreffpunkt „Winzerclub“.

Als führendes Mitglied der „Kameradschaft Jena“ tauchte Mundlos immer weiter in die rechtsradikale Szene ab. Es folgte eine Reihe von verfassungswidrigen Aktionen, für die er auch oftmals verwarnt oder während seines Wehrdienstes disziplinarisch bestraft wurde. Mehrfach wurden die Wohnungen von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt untersucht, sie gerieten durch ihre Aktionen dadurch zunehmend in das Fadenkreuz des Thüringer Landeskriminalamtes. Wie Zschäpe tauchte auch Mundlos 1998 in den Untergrund ab und gründete damit das rechtsterroristische Netzwerk NSU. Am 4. November 2011 erschossen sich Mundlos und Böhnhardt selbst, nachdem sie von der Polizei nach einem Banküberfall in Eisenach gestellt wurden.

*1. Oktober 1977, †4. November 2011

© Bundeskriminalamt

Uwe Böhnhardt wurde am 1. Oktober 1977 ebenfalls in gutbürgerlichen Verhältnissen in Jena geboren. Er kam als jüngster von drei Brüdern zur Welt. Frühere Weggefährten Böhnhardts berichten, dass er leicht aggressiv werden konnte und schnell zugeschlagen hat, wenn ihm in einer Diskussion die Argumente fehlten. Ganz anders war offenbar Mundlos, der sich sehr wortgewandt über Politik unterhalten konnte.  Auch für Böhnhardt war die Wiedervereinigung im Jahr 1990 ein prägendes Erlebnis, ab diesem Zeitpunkt beschleunigt sich der Wandel zum rechtsextremen Skinhead. 1993 wurde der 15-Jährige wegen mehrerer Diebstähle und Körperverletzungen zu vier Monaten Jugendhaft ohne Bewährung verurteilt. Es folgten weitere Inhaftierungen aufgrund von Diebstählen, Körperverletzungen und Erpressung – diese Zeiten prägten den Menschen Böhnhardt und radikalisierten ihn weiter.

Die letztlich verhängnisvolle Verbindung zu Zschäpe, Mundlos und anderen Rechtsextremisten der Stadt und der Region festigte sich ebenfalls im Jugendtreffpunkt „Winzerclub“. Das Trio fiel bereits in der Zeit durch rechtsextreme Äußerungen und Aktionen auf, weshalb Böhnhardt die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich zog. 1996 und 1997 folgten weitere rechtskräftige Verurteilungen, ehe er mit Zschäpe und Mundlos 1998 den Kern des Nationalsozialistischen Untergrunds bildete. Am 4. November 2011 erschoss sich Böhnhardt zusammen mit Mundlos nach einem gescheiterten Banküberfall.

Die rechtsextreme Szene in den neunziger Jahren

Wie konnte eine extremistische Gruppe wie der NSU überhaupt entstehen? Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt agierten schließlich nicht alleine. Es gab zahlreiche rechtsradikale Gruppierungen in Ost- und Westdeutschland, die durch Protest- und Gewaltaktionen ständig auf sich aufmerksam machten. Die Wiedervereinigung 1990 gilt auch in dieser Hinsicht als entscheidendes Wendejahr.

Die Menschen in der ehemaligen DDR erhielten neue Rechte und Möglichkeiten, standen jedoch auch vor neuen Herausforderungen. Die Industrie war nach jahrelanger Planwirtschaft oftmals nicht mehr konkurrenzfähig, ganze Industriezweige wanderten gen Westen ab oder mussten betriebsbedingt kündigen. Die soziale Ungleichheit nahm zu und damit auch die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor der Aussicht, mit der Moderne nicht mehr Schritt halten zu können. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in West- aber vor allem in Ostdeutschland führte dazu, dass viele Menschen in soziale Schiefgelage gerieten – der perfekte Nährboden für extremistische und fremdenfeindliche Ideologien.

Ein Wahlplakat der NPD von 2004

Viele BürgerInnen waren enttäuscht und orientierungslos. Das alte Staatssystem mit dem Sozialismus war zusammengebrochen, das neue marktwirtschaftliche System der Bundesrepublik war zunächst eher eine Hürde als ein Segen. Hier wurden die westdeutschen Neonazis hellhörig. Gleich nach dem Mauerfall begannen sie, in den neuen Bundesländern neue Anhänger für ihre Ideologie zu rekrutieren. Wichtig war das für rechtsextreme Parteien wie die NPD und die DVU, die hier die Möglichkeit sahen, viele neue Wähler auf sich aufmerksam zu machen.

Besonders die NPD setzte darauf, nicht nur Wahlwerbung zu machen, sondern gezielt sogenannte Freie Kameradschaften aufzubauen. Das sind lose Gruppen, in denen sich örtliche Neonazis zusammentun. Sie haben keinen Verein, keine Adresse, keinen offiziellen Vorsitzenden – und sind so schwer im Blick zu behalten. Bei der Landtagswahl 2004 in Sachsen erhielt die NPD 9,2% der Stimmen und zog damit in das Landesparlament ein, in anderen Teilen Ostdeutschlands feierten sie ebenfalls beachtliche Wahlerfolge. Der NSU hatte zu dieser Zeit bereits fünf Morde und zahlreiche Anschläge verübt.

Die Rekrutierung zielte vor allem auf Jugendliche, weil diese als leichter beeinflussbar gelten. Einige wollten mit ihrer radikalen Einstellung auch ihre Eltern provozieren. Viele von ihnen waren gewaltbereit, schlugen schnell zu, betrachteten Prügeleien sogar als eine Art Freizeitbeschäftigung. Die Behörden zählten im Jahr 1991 noch 4.200 gewaltbereite Neonazis, im Jahr 1999 waren es dann bereits mehr als doppelt so viele.

In den neunziger Jahren kamen zudem viele AsylbewerberInnen nach Deutschland. Die Rechtsextremisten bezeichneten sie als Feinde, konnten so gezielt Stimmung machen und sicherten sich teilweise sogar die Sympathie von “normalen”, aber zumindest ausländerskeptischen eingestellten BürgerInnen.

Mit der Zeit ließ die Bedeutung der rechtsextremen Parteien nach. Doch der Rechtsextremismus blieb in den Köpfen, die Freien Kameradschaften verschwanden nicht. In diesen Strukturen war Gewalt weiterhin häufig das Mittel der Wahl: Zwischen 1993 und 2005 wuchs die Zahl rechtsextremer Straftaten um 25 Prozent.

Quelle: Bundesamt für Verfassungsschutz, nach: Bundeszentrale für politische Bildung

Von der Straße in den Untergrund

Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt wurden in ihren Ansichten immer radikaler. Sie wollten mit Aktionen für Aufsehen sorgen. Im April 1996 befestigte Uwe Böhnhardt eine Puppe mit einem Judenstern auf der Brust und einer Schlinge um den Hals an einer Autobahnbrücke, auf der Brücke stellte er Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht Bombe“ zusammen mit Pappkartons auf – die sollten die anrückenden Polizisten für Sprengsätze halten. Auf dem Vorplatz des Theaters in Jena stellten sie einen Koffer mit einem Hakenkreuz darauf und Sprengstoff im Inneren auf.

Wahrscheinlich hatten sie noch viel mehr vor: Beate Zschäpe mietete eine Garage in der Nähe von Winzerla. Dort lagerten die drei Schwarzpulver, den Sprengstoff TNT und mehrere Rohrbomben – damit hätten sie Anschläge verüben können, bei denen viele Menschen zu Tode gekommen wären.

Doch so weit kam es nicht: Die Polizei beschattete Uwe Böhnhardt, weil er immer wieder Straftaten beging. Er war bereits zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Die Ermittler hatten den Verdacht, dass bei den Garagen ein Verbrechen vorbereitet würde. Am 26. Januar 1998 durchsuchten sie die Garage. Doch sie machten einen großen Fehler: Weil sie Böhnhardt nicht festnahmen, konnte dieser einfach flüchten. Er alarmierte Mundlos und Zschäpe. Gemeinsam fuhren sie nach Chemnitz, um einer Festnahme zu entgehen. Es war der Beginn ihrer Zeit im Untergrund.

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Bildergalerie: Stationen des NSU

Was ist bei diesen jungen Menschen schiefgelaufen?

Beate Zschäpe sitzt als junges Mädchen im Winzerclub

Alle drei gingen gern in den Winzerclub, einen Treffpunkt extra für Jugendliche. Eigentlich eine gute Sache – denn dort gibt es ja SozialarbeiterInnen, die aufpassen. Doch auch das hilft nicht immer: Der Winzerclub entwickelte sich zu einer Anlaufstelle für junge Neonazis. Denn diese wollten ebenfalls einen Treffpunkt haben – für Rechtsextreme wollte die Stadt aber keinen eigenen Club bauen. Und so saß bald Uwe Mundlos mit Springerstiefeln und Hosenträgern in den Farben der deutschen Flagge dort herum. Hier lernte er Beate Zschäpe kennen.

Sozialarbeiter Thomas Grund arbeitete damals als Betreuer im Winzerclub. Er hatte mit beiden Kontakt. Im Video erzählt er, wie er die beiden erlebte und wie er mit ihnen umging:

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Das radikale Denken der Rechtsextremisten

Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe entschlossen sich Ende der 90-er Jahre, ihren politischen Kampf mit Gewalttaten zu führen. Das bezeichneten sie als “Ringen um die Freiheit der deutschen Nation”. So schrieben sie es in einem Brief, den sie an KameradInnen aus der rechtsextremen Szene verschickten. Das Manifest gibt Einblicke in die radikale Denkweise des untergetauchten Trios:

“Der Nationalsozialistische Untergrund verkörpert die neue politische Kraft im Ringen um die Freiheit der deutschen Nation. Keine Partei oder Verein ist die Grundlage des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), sondern die Erkenntnis, nur durch wahren Kampf dem Regime und seinen Helfern entgegentreten zu können.

Die Aufgaben des NSU bestehen in der energischen Bekämpfung der Feinde des deutschen Volkes und der bestmöglichen Unterstützung von Kameraden und nationalen Organisationen.

Solange sich keine grundlegenden Änderungen in der Politik, Presse und Meinungsfreiheit vollziehen, werden die Aktivitäten weitergeführt. Getreu dem Motto 'Sieg oder Tod' wird es kein Zurück geben. Entschlossenes, bedingungsloses Handeln soll der Garant dafür sein, dass der morgige Tag dem deutschen Volke gehört.

Jeder Kamerad ist gefragt! Auch Du!!! Gib dein Bestes - Worte sind genug gewechselt, nur mit Taten kann ihnen Nachdruck verliehen werden.

Der NSU ist keine abstrakte Sache. Jeder Kamerad gehört dazu, sofern er den Mut findet, zu handeln und seinen Beitrag zu leisten. Wie erfolgreich der Nationalsozialistische Untergrund in der Zukunft sein wird, hängt auch von deinem Verhalten ab.”

Wie ein Mitläufer in die rechte Szene geriet

Die Mitglieder des NSU handelten nicht allein, sondern ließ sich von mehreren Neonazis helfen – sowohl während der Zeit in Jena bis 1998 als auch während der Zeit im Untergrund. Einer davon war Carsten Schultze, der erst 1980 geboren wurde. Er ist im NSU-Prozess ebenfalls angeklagt, weil er den dreien etwa im Jahr 2000 die Pistole besorgt haben soll, mit der später neun der zehn Mordopfer erschossen wurden. Kurz darauf stieg er aus der Szene aus. Seine Geschichte geht aus zwei Artikeln über seine Aussage vor Gericht hervor, die hier in Auszügen zu lesen sind:

Mit 13 habe er gemerkt, „dass etwas nicht stimmt“, als er merkte, dass er sich zu Männern hingezogen fühlte. Nach der Wende ließ er die Mutter gebrauchte Markenklamotten für ihn kaufen, denn er wollte dazugehören – also versteckte er auch seine Homosexualität.
Nach einer abgebrochenen Konditorlehre fing er eine Ausbildung als Kfz-Lackierer an. In der Berufsschule in Eisenach lernte er einen Jungen kennen. Einen Nazi. Daraufhin zog es ihn langsam in den braunen Freundeskreis, er kaufte Kleidung und CDs im Jenaer Laden „Madley“. Zudem machte er schnell Karriere in der NPD und deren Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten.
(…)
Er erzählt von seiner Zeit in der Naziszene von Jena. Als sie wieder mit mehreren abhingen und tranken und dann einer die Idee hatte, eine mobile Dönerbude umzukippen, „eine lustige Aktion, fanden wir damals“. Oder wie sie mehrmals Scheiben in einem anderen Dönerlokal einschmissen.
(…)
Warum er die Dönerbude umgeworfen habe, will (der Richter Manfred) Götzl wissen. „Das war ein gewisses Feindbild für uns. Wir haben denen eins ausgewischt“, antwortet Schultze zögerlich. Und fügt noch hinzu: „Wenn da eine Bockwurstbude gestanden hätte, hätten wir das wohl nicht gemacht.“
(…)
„Das hat mir alles imponiert“, sagt er zögerlich, „das Gemeinschaftsgefühl fand ich toll.“ Die Ideologie von damals kann er nur umreißen: Deutschtümelei, Hass auf Migranten, die Multikulti-Gesellschaft und das Finanzkapital. „Ich habe mich nicht kritisch damit auseinandergesetzt“, sagt er. Anscheinend ging es ihm weniger um das Rechtssein an sich als um die Gemeinschaft – wie bei so vielen, die es in die Szene zieht.

ZEIT ONLINE
„Der Mann, der die Waffe besorgt hat“, Tom Sundermann, 4. Juni 2013
„Die verdrängte Vergangenheit des Carsten S.“, Tom Sundermann, 5. Juni 2013

Aufgaben

Nenne die wichtigsten Stationen und Wendepunkte in den Lebensläufen von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt. Überlege anschließend, weshalb die Wiedervereinigung 1990 zu einer Radikalisierung der rechtsextremen Szene in Deutschland führte.

Recherchiere eigenständig im Internet, weshalb die Arbeitslosigkeit vor allem in Ostdeutschland in den Jahren nach der Wiedervereinigung rapide anstieg. Beziehe dich dabei auch auf die Arbeitslosenstatistik.

Beschreibe, wie der Sozialarbeiter Thomas Grund das Trio des NSU beschreibt. Welches Urteil fällt er über die jeweiligen Mitglieder?

Zähle die wichtigsten Forderungen des NSU aus dem Manifest auf. Diskutiert anschließend in der Gruppe, aus welchen Erfahrungen des Trios diese Forderungen resultieren könnten.

Zeige stichpunktartig die Beweggründe, aus denen der frühere Neonazi Carsten Schultze in die rechtsextreme Szene geriet. Beurteile anschließend, wie in solchen Fällen Sozialarbeiter wie Thomas Grund helfen könnten.

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